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Reisebericht: KGV auf den Spuren der Hohenzollern

Der Kultur- und Geschichtsverein in Franken: Kulmbach und Bayreuth im April 2019 - Ein Bericht von Erika Schwitulla


Die KGV-Reisegruppe auf der Renaissance-Festung Plassenburg in Kulmbach. Foto: Schwitulla


Nicht nur der Wettergott meinte es gut mit dem Kultur- und Geschichtsverein Vilshofen auf den Spuren der Hohenzollern in Franken, auch die freundliche Reiseleitung, der Cappuccino im schönsten Renaissancehof nördlich der Alpen, das gemeinsame Essen im urigen Gasthof, das zur Entspannung einladende Flairhotel, die lebendigen Führungen und die kulturinteressierten Reiseteilnehmer - allesamt waren sie top!
So konnten schon am ersten Tag alle 33 Mitfahrende unter Leitung von Elisabeth Windsheimer gutgelaunt - und viele auch zu Fuß über den steilen Aufstieg – am Aussichtplateau vor der Plassenburg einen herrlichen Rundblick über die Stadt Kulmbach und Umgebung genießen, bevor man sich zur Besichtigung der Museen in der Burg aufmachte.
Fast 1000 Jahre lang spielte die Dynastie der Hohenzollern in der deutschen Geschichte politisch und gesellschaftlich eine entscheidende Rolle. Kurfürsten, Preußenkönige, deutsche Kaiser stammen aus dem Hause Hohenzollern. In Franken liegen die Wurzeln der Macht. Über Jahrhunderte hinweg regierten die Hohenzollern als Markgrafen in Franken. Die Kulmbacher Plassenburg erlebten die Teilnehmer nicht nur als Beispiel für eine repräsentative und äußerst wehrhafte Renaíssance-Festung, sondern auch als einen Ort, an dem sich die Geschichte der Hohenzollern hervorragend in drei verschiedenen Museen nachspüren lässt.
Die eindrucksvollen Wohnräume erzählten von dem fürstlichen Leben auf der Burg. Weltgeschichte im Miniaturformat vermittelte das einzigartige Zinnfigurenmuseum mit über 300.000 Einzelfiguren. Auch der schwärzeste Tag der Kulmbacher Stadtgeschichte, die Zerstörung der Plassenburg wird in einem Diorama mit fast 20.000 Zinnfiguren geradezu beängstigend anschaulich dargestellt. Die Ausstellung im Armeemuseum „Friedrich der Große“ dokumentiert nicht nur das Erscheinungsbild der preußischen Armee im 18. Jahrhundert, sondern gibt auch lebensgroß Zeugnis vom Leben der Soldaten während der Kriege.
Der 2. Tag stand ganz im Zeichen von Wilhelmine von Bayreuth, der Lieblingsschwester Friedrichs des Großen. Trotz ihrer Liebe zu ihrem Gatten findet die junge Markgräfin zunächst keinen Gefallen an Bayreuth – zu provinziell ist es ihr hier. Die künstlerisch begabte Frau macht sich zusammen mit ihrem Gatten Friedrich III sofort daran, Bayreuth in ein irdisches Arkadien zu verwandeln. Die Eremitage, ein Geschenk ihres Gatten, ist ihr erstes Projekt. Die Einzigartigkeit dieser herrlichen Gartenanlagen mit altem Schloss, Ruinentheater und Sonnentempel faszinierte die Reisegruppe. Märchenhaft wirkten vor allem die Verzierungen mit roten, blauen und gelben Glasflüssen sowie mit Bergkristallen an den beiden Flügelbauten des Sonnentempels.


Sonnentempel in der Eremitage Bayreuth. Foto: Schwitulla



Wilhelmines Meisterwerk jedoch, das Markgräfliche Opernhaus, war der Höhepunkt der Frankenfahrt. Es zählt heute zum UNESCO- Welterbe und ist in den vergangenen Jahren umfassend saniert worden. Hinter der schlichten Sandsteinfassade finden die Besucher eine unvergleichliche Prachtfülle. Das gesamte Logenhaus im Zuschauerraum besteht aus Holz, das so üppig mit stuckierten, geschnitzten und gemalten Dekorationen ausgestattet ist, dass die Illusion einer abgeschlossenen Kunstwelt entsteht. Der einstündige Vortrag genügte vielen der Teilnehmer nicht, all die Schönheit aufzunehmen. „Ich hätte das Opernhaus am liebsten gar nicht mehr verlassen“ meinte eine Teilnehmerin.
beeindruckt von der erlebten Vielfalt und Schönheit auf den Spuren der Hohenzollern kehrte die Reisegruppe des Kultur- und Geschichtsvereines nach zwei Tagen glücklich nach Vilshofen zurück – wohlwissend, die nächste Kulturfahrt mit dem KGV kommt bestimmt.


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